Interview mit unseren Praktikanten Thorsten Fischer und William Knapp

Täglich Nachtschichten, monotone Arbeit, nur Excel und Powerpoint? Über Praktika in der M&A Branche wird viel berichtet und erzählt.

Da wir regelmäßig Praktikanten einstellen, möchten wir diesem Ruf entgegenwirken! Gerne möchten wir mit Vorurteilen aufräumen und einen Einblick in den Alltag unserer Praktikanten geben. Daher haben wir Thorsten Fischer und William Knapp nach ihrem dreimonatigen Praktikum bei COVENDIT zu Ihren Erfahrungen interviewt.

 

  • In welchem Studiengang und welchem Semester hast du das Praktikum absolviert??

Thorsten Fischer: Ich studiere gerade an der BSP-Business & Law School Berlin International Business und habe mein Praktikum bei COVENDIT gegen Ende des dritten Semesters absolviert.

William Knapp: Ich habe mein Praktikum bei COVENDIT nach meinem abgeschlossenen Jura-Studium an der Universität Passau absolviert.

  • Wie bist du auf COVENDIT gekommen und warum hast du dich dazu entschlossen dein Praktikum bei COVENDIT durchzuführen?

William Knapp: Ich Bin über das Internet auf COVENDIT aufmerksam geworden. Für COVENDIT habe ich mich entschieden, weil ich die Möglichkeit gesehen habe, in einem jungen und dynamischen Team zu arbeiten und mir die Perspektive aufgezeigt wurde, genau das zu lernen, was mir wichtig war und mich am Bereich M&A so interessiert hat.

Thorsten Fischer: Ich habe mich erkundigt, welche M&A Beratungen in Berlin ansässig sind und bin dabei auf COVENDIT gestoßen. Überzeugt hat mich die Einbindung in alle Projektprozesse und das junge Team.

  • Für welchen Standort des Unternehmens hast du gearbeitet und wie war die Kommunikation zwischen den Standorten/ gab es trotz der Entfernung ein Teamgefühl?

William Knapp: Ich habe vom Berliner Büro aus für das Frankfurter Team gearbeitet. Die Kommunikation war ziemlich gut. Super war auch, dass einer der Geschäftsführer aus Frankfurt für einige Wochen hier in Berlin war, was die Arbeit erleichtert hat.

Thorsten Fischer: Ich habe am Berliner Standort für das Team dort gearbeitet. Das Teamgefühl ist durch den täglichen Austausch mit den Kollegen natürlich stärker, als wenn man sich nicht täglich sehen würde.

  • In welcher Abteilung/welchem Bereich warst du tätig?

William Knapp: Ich war für Buy- und Sell-Side Projekte zuständig und habe partiell Marketingaktivitäten übernommen.

Thorsten Fischer: Ebenso wie William war ich aktiv an Sell- und Buy-Side Projekten beteiligt sowie an allen Teilbereichen, die dazu gehören, wie beispielsweise Akquise, Käufersuche und Marktanalyse. Am meisten habe ich Analysen / Bewertungen und Akquise Unterlagen/ Pitches erstellt.

  • Wie groß war das Team? Wie sahen die Strukturen/Hierarchien aus?

Thorsten Fischer: Hier in Berlin sind wir aktuell 10 Mitarbeiter. Die Hierarchien waren sehr flach. Auch projektspezifisch hatte man immer mindestens einen verantwortlichen Ansprechpartner. Auch wenn sich die Herangehensweise zwischen den einzelnen Projektleitern unterscheidet.

William Knapp: Wir hatten sehr flache Hierarchien. Würde ich unterschreiben.

  • Hattest du einen direkten Vorgesetzten bzw. Ansprechpartner, an den du dich bei Fragen wenden konntest?

Thorsten Fischer: Direkte Ansprechpartner hatte man definitiv immer. Die Einarbeitung wurde eher nach dem Motto „Learning by Doing“ gestaltet, wobei wirklich jeder im Büro sich immer Zeit genommen hat alle Fragen zu beantworten. 

William Knapp: Ich kann das auf jeden Fall bestätigen, was Thorsten bereits gesagt hat. Die Herangehensweise von „Learning by Doing“ ist generell auch sinnvoll, weil man seine eigene Herangehensweise nutzen kann, um Aufgaben zu bearbeiten. Außerdem konnten die meisten Fragen, die aufgekommen sind, schnell von einem der Teammitglieder beantwortet werden. Insofern war man nicht nur auf sich gestellt. Den überwiegenden Teil musste man sich jedoch selbst beibringen.

  • Wie hast du die Stimmung im Team empfunden? Wie war die Arbeitsatmosphäre?

William Knapp: Sehr gut. Dadurch, dass es sich um ein junges und dynamisches Team handelt, hat die Arbeit immer viel Spaß gemacht, auch dann, wenn viel zu tun war. Zudem fanden nach der Arbeit regelmäßig Aktivitäten statt. Von Volleyball spielen über Bar Besuche, wurde der Teamgeist immer aktiv gestärkt. Durch die flachen Hierarchien gestaltete sich die Arbeitsatmosphäre auch dementsprechend entspannt.

Thorsten Fischer: Die Stimmung im Team war sehr angenehm und locker, vor allem dadurch, dass auch außerhalb des Büros Aktivitäten wie Volleyball, Joggen oder Kneipenbesuche zum Arbeitsalltag dazu gehörten.

  • Wie sah dein Aufgabenbereich aus?

William Knapp: Ich habe Management Summaries erstellt und Interessentengespräche geführt, Blogartikel geschrieben, Branchenreports verfasst, Bewertungen erstellt, Infomemos sowie Teaser gebastelt und überarbeitet.

Thorsten Fischer: Da schließe ich mich William an. Die Aufgabenbereiche variieren natürlich mit der Art, der Branche und der Komplexität des jeweiligen Projektes.

  • Wurde dir viel Verantwortung anvertraut und durftest du bei allen Projekten mitarbeiten oder hast du eher kleinere Aufgaben übernommen?

William Knapp: Es wäre bestimmt mögliche gewesen an weiteren Projekten zu mitzuarbeiten, allerdings war man immer gut ausgelastet, sodass ich dies nicht in Anspruch genommen habe. Was super war, ist, dass man auch direkt die Möglichkeit bekommen hat, vor den Kunden zu präsentieren und so direkten Kontakt zu den jeweiligen Geschäftsführern/Gesellschaftern hatte. Besonders in den ersten Wochen war die Lernkurve extrem steil.

Thorsten Fischer: Da stimme ich WK zu, da man meist mehrere Projekte gleichzeitig betreut bzw. an verschiedenen Prozessen der Projekte beteiligt war, blieb wenig Zeit. Und da mehrere Leute an einem Projekt arbeiten, hat man sowohl den Kollegen als auch den Kunden gegenüber immer eine große Verantwortung.

  • Hast du dich als richtiger Teil des Teams gefühlt oder deutlich gemerkt, dass du der „Praktikant“ bist?

Thorsten Fischer: Direkt vom ersten Tag wurde ich genauso eingebunden wie Werkstudenten oder andere Analysten. Wobei das Know-how der Projektleiter und Geschäftsführer den Prozess und die persönliche Lernkurve maßgeblich beeinflussen.

William Knapp: Die Grenzen zwischen denjenigen, die länger da sind (Analysten) und denen, die kürzer da sind (Praktikanten), sind fließend.

  • Hattest du nach deinem Praktikum das Gefühl, wirklich etwas gelernt zu haben?

Thorsten Fischer: Auf jeden Fall! Ausgebaut habe ich vor allem meine analytischen Fähigkeiten, was Bilanzen, Gewinn- und Verlustrechnungen und Discounted Cash-Flow angeht. Man lernt genau und präzise zu arbeiten, denn sowohl Unternehmensbewertungen als auch Präsentationen für Kunden müssen optimal abgestimmt sein. Schließlich tragen alle Beteiligten eine große Verantwortung.

William Knapp: Ja. Dadurch, dass ich davor bereits ein Praktikum in einer anderen M&A Beratung absolviert hatte, habe ich gesehen, dass es verschiedene Beratungsansätze gibt, die auch immer von der Situation, den jeweiligen Kunden, aber auch von dem Projektleiter/ Geschäftsführung abhängig sind. Außerdem wird man insbesondere in der Analyse von Finanzkennzahlen, von Unternehmen und deren Bedeutung besser. Vorwissen ist dabei essenziell. Außerdem lernt man, dass die meisten Aufgaben genauso viel Zeit in Anspruch nehmen, wie man ihnen gibt.

  • Würdest du dein Praktikum weiterempfehlen? Wenn ja, warum; wenn nein, warum nicht?

Thorsten Fischer: Ich würde das Praktikum bei COVENDIT auf jeden Fall an diejenigen weiterempfehlen, die Erfahrung in der Branche haben, ehrgeizig sind und ausgeprägte analytische Fähigkeiten haben. Ausschlaggebend für die Empfehlung ist für mich speziell die praxisnahe Einbindung in die Prozessabläufe und die angenehme Unternehmenskultur, in der auch außerhalb des Arbeitsumfelds viel Wert auf das Zwischenmenschliche gelegt wird.

William Knapp: Ja, ich würde es auch weiterempfehlen, vor allem an Leute, die Spaß an unternehmerischem Denken und am Analysieren von Unternehmen und Branchen haben. COVENDIT ist ein Unternehmen, das tendenziell viele Projekte/Deals parallel laufen hat, weshalb man auch die Möglichkeit erhält an vielen Projekten gleichzeitig mitzuarbeiten und einen guten Überblick zu bekommen, wie die Prozesse in verschiedenen Branchen ablaufen und welche Besonderheiten es in diesen jeweils gibt. Durch die große Menge an Projekten, in die man eingebunden wird, lernt man extrem viel. Besonders in der ersten Hälfte hat man eine sehr steile Lernkurve. In dieser Phase wird man stark gefordert, jedoch nicht überfordert. Außerdem ist es unabhängig von den bereits erwähnten, fachlichen Punkten, einfach ein super cooles Team mit einer tollen Atmosphäre, mit dem die Arbeit in jedem Bereich Spaß machen würde!

Vielen lieben Dank für das ausführliche Gespräch mit Euch beiden.