Liebe Freunde, Partner und Kunden,

inspiriert von den Texten anderer zum Jahresbeginn hatte ich mir letztes Jahr ehrlich gesagt zum ersten Mal selbst die Zeit genommen. Da die Resonanz positiv war, habe ich mich dieses Jahr wieder hingesetzt und einige Zeilen geschrieben.

Nachdem der letzte Jahresrückblick vom Start der Corona Pandemie und all den vorher eigentlich unglaublichen Veränderungen dominiert war, blicken wir dieses Jahr fast auf eine Endlosschleife derselben Pandemie zurück. Es scheint manchmal wie in „Täglich grüßt das Murmeltier“ nur mit dem Unterschied, dass sich die exotischen Namen der gerade grassierenden Virusmutationen ändern. Der anfängliche Schrecken der Seuche ist einer gewissen „Business as usual” Einstellung gewichen. Schließlich muss es ja weitergehen und das ist gut so.

Letztes Jahr hatte ich meine Notizen mit dem „Black Swan“, dem eigentlich Unerwarteten oder Unmöglichen begonnen. Die Pandemie ist es jetzt sicher nicht mehr. Aber die Unsicherheiten und damit die Wahrscheinlichkeiten des Eintretens des Unerwarteten scheinen stark gestiegen. Dies betrifft viele Aspekte des menschlichen Zusammenlebens: Klimawandel, Kriegsgefahr mit Russland, der weiter gespaltenen amerikanischen Demokratie, der Zinswende an den Märkten, demografischer Wandel und Überalterung, der Überlastung politischer Systeme, neue gesellschaftlichen Regeln aufgrund der Pandemie etc.

Die Pandemie – auch wenn unsere bei weitem nicht so furchtbar ist und wir auch nicht aus einem großen Krieg kommen – lässt Parallelen zu den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts ziehen. Die „Roaring 20’s” oder „Goldenen Zwanziger” überkompensierten das triste Vorjahrzehnt, brachten aber auch einen großen Aufschwung für Wirtschaft und Wissenschaft. Wie immer kommt Unsicherheit als Risiko und Chance. Das konnten wir als Begleiter und Berater von Unternehmern und Investoren auch im letzten Jahr erfahren. Oft lag es nicht an der Branche, in der ein Unternehmen tätig ist, sondern an dem was der Unternehmer unternahm, um mit der Situation umzugehen. So gibt es trotz schwierigem Umfeld gerade auch in den Branchen, die von der Pandemie eigentlich hart getroffen werden, Unternehmen die den äußeren Umständen nicht nur getrotzt, sondern sich sogar großartig entwickelt haben – ob in der Gastronomie, im Einzelhandel oder anderen Branchen. Anderen war die schwierige Situation Anstoß zu strategischen Überlegungen und der Neupositionierung des Unternehmens oder aber auch der Hinzunahme von Partnern, die bei diesen Herausforderungen unterstützen. Lassen Sie uns also auf die Chance setzen und aus den 20er Jahren ein erfolgreiches Jahrzehnt machen – Herausforderungen und damit Chancen gibt es genug.

COVENDIT konnte sich im vergangenen Jahr sehr gut entwickeln. Die Teams in Frankfurt und Berlin sind gewachsen, sowohl an Köpfen als auch an betreuten Kunden und abgeschlossenen Transaktionen. 2021 sind wir mit 20 Projekten ins Jahr gestartet, aktuell stehen wir bei gut 30. Wir konnten 15 Transaktionen für unsere Kunden abschließen und sind zuversichtlich auch 2022 erfolgreich zu sein. Wir freuen uns auf die Vertiefung bestehender Beziehungen und Kooperationen.

Wir gehen hoffnungsvoll ins neue Jahr und sind froh, dass wir immer wieder neue interessante Unternehmen und Unternehmer kennenlernen dürfen. Dafür danken wir Ihnen, unseren Partnern und Kunden. Wir freuen uns auf weitere spannende Gespräche, Verhandlungen und Deals mit Ihnen.

Für 2022 alles Gute, Gesundheit, Erfolg und Zuversicht!

Bernhard Kluge

Geschäftsführender Gesellschafter